Forschungsprojekte zu Hören, Stimme, Schlucken, Sprache

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Kognitive Flexibilität bei mehrsprachigen und sprachentwicklungsgestörten Vorschulkindern (K. Reichenbach, L. Bastian, L. Helbig, PD Dr. Rohrbach, Prof. Gross †, PD Dr. Caffier, Dr. Sarrar)

Die vorliegende neuropsychologische Studie untersucht kognitive Funktionen, insbesondere Exekutivfunktionen und Arbeitsgedächtnis, bei Vorschulkindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe. In die Stichprobe wurden bislang 30 Kindern mit SSES (MAlter = 63.3 Monate, SD = 4.3 Monate) und 30 gesunden Kindern einer KG (MAlter = 62.2 Monate, SD = 3.7 Monate) eingeschlossen. Beide Gruppen wurden hinsichtlich Alter und nonverbalem IQ gematcht. Neben dem Einsatz einer neuropsychologischen Testbatterie, erfolgte die Erfassung des sozioökonomischen Status. Kinder mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung zeigten im Vergleich zu der Kontrollgruppe signifikante Einschränkungen hinsichtlich des phonologischen Arbeitsgedächtnisses. Zudem konnten bei ihnen tendenziell schwächere Leistungen in der Inhibition und Verarbeitungsgeschwindigkeit festgestellt werden. Schlussfolgerung: Das phonologische Arbeitsgedächtnis fungiert als zuverlässiger Marker für die Erkennung von spezifischen Sprachentwicklungsstörungen bereits im Vorschulalter. Die Ergebnisse weisen auf keine weiteren schwerwiegenden Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen bei Kindern mit spezifischer Sprachentwicklungsstörung im Vorschulalter hin. Möglicherweise spielt hierbei die begrenzte Sensitivität von Testinstrumenten in dieser Altersgruppe eine Rolle.


Evaluation von Gütekriterien in der Diagnostik orofazialer Dysfunktionen (Pollex-Fischer/Rohrbach)
Die Diagnostik von orofazialen Dysfunktionen geschieht bisher mehrheitlich anhand nicht validierter Tests. In dieser Studie wird das klinikeigene Inventar auf seine Gütekriterien hin untersucht.



Quantitative Messung der motorischen Funktionen (Q-Motor) bei orofazialen Dysfunktionen (Rohrbach)
Den mundmotorischen Fähigkeiten wird eine Schlüsselrolle bei den orofazialen Funktionen zugeschrieben. In dieser Studie werden die motorischen Fähigkeiten von Kontrollen und Kindern mit orofazialer Dysfunktion getestet.



Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Tastsinn und orofazialen Funktionen? (Rohrbach)
Einige Untersuchungsergebnisse sprechen für einen Zusammenhang zwischen Tastsinn und orofazialen Funktionen. Dies könnte Auswirkung auf Diagnostik und Therapie haben. In dieser Studie untersuchen wir Kontrollen sowie Kinder mit orofazialer Dysfunktion hinsichtlich bestimmter Fähigkeiten des Tastsinns.



Die wissenschaftlichen Aktivitäten der Abteilung erfolgen in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Klinik für Audiologie und Phoniatrie.