Forschungsprojekte der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie

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TDM-VIGIL - Pharmakovigilanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Studienlage zu Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter ist extrem begrenzt. Insbesondere sind wenig randomisierte, kontrollierte Studien verfügbar. Infolgedessen werden Psychopharmaka in dieser Altersgruppe zumeist ohne Zulassung (off-label) eingesetzt, wobei die Handhabung, z. B. Dosierung, sich dabei an den Vorgaben aus der Erwachsenenpsychiatrie orientiert. Dementsprechend werden altersspezifische Aspekte dabei nicht berücksichtigt.

Unter Initiative der kinder- und jugendpsychiatrischen Universitätskliniken Freiburg, Ulm und Würzburg wurde der Verein "Kompetenznetz Therapeutisches Drug Monitoring Kinder- und Jugendpsychiatrie" gegründet. Ziel des Vereins ist es, mittels eines standardisierten Therapeutischen Drug Monitorings die Arzneimittelsicherheit bei Kindern und Jugendlichen zu fördern und die wissenschaftliche Datenlage systematisch zu erweitern. Die SPZ-Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie nimmt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters als Studienzentrum an der TDM-Vigil Studie teil.

 

Kinder psychisch kranker Eltern (Children of mentally ill parents – CHIMPS)

In einer multizentrischen Studie, koordiniert von Frau Prof. Silke Wiegand-Grefe vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, untersuchen wir die Wirksamkeit eines manualisierten Beratungsansatzes für Kinder und Jugendliche mit psychisch kranken Eltern und ihre Familien im Vergleich zu der bisherigen Versorgungssituation (treatment as usual). Hintergrund der Studie ist, dass betroffene Kinder und Jugendliche häufig Belastungen und Konflikten ausgesetzt sind, die ein erhöhtes Risiko für ihre psychische Gesundheit darstellen. Entsprechende psychosoziale Unterstützungs- und Behandlungsmöglichkeiten sind jedoch selten. Neben einer ausführlichen klinischen Diagnostik für jedes teilnehmende Kind, werden Eltern und Kinder vor und nach der Beratung zu ihrer Lebensqualität, Krankheitsverarbeitung und zum familiären Miteinander mittels Fragebögen befragt. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  (BMBF) gefördert.

 

Langfristige Effekte des Fetalen Alkoholsyndroms bis ins Erwachsenenalter

Die Erhebung erfolgt mittels standardisierten Fragebögen und offenen Fragen zu den Themen: Lebensqualität, Entwicklung psychiatrischer und körperlicher Erkrankungen und Kriminalität sowie zur allgemeinen Lebens- und Arbeitssituation.
Die Studienteilnehmer werden aus dem Patientenpool der FASD-Sprechstunde der Charité-Universitätsmedizin Berlin gewonnen, n=395.